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Ein Montag auf dem Festplatz

(Inspirationen unseres Schützenkönigs vom Platzrundgang Schützenfest 2017)

Der Ausmarsch steckt noch in den Knochen,

da schickt sich Rosi an mit Kochen.

Thilo zapft schon mal ein Bier,

eh man’s begreift steh’n meist schon vier.

Bei schönstem Wetter im Julei,

gibt’s manche schöne Leckerei.

Rippchen, Bier und Lüttje Lage,

Brötchen mit Fisch, gar keine Frage.

Nach Mandeln, Schnaps und Zuckerwatte,

folgt meist ein Fleck auf der Krawatte.

 

Der Ranzen spannt; das Hemde auch,

die Rippchen liegen schwer im Bauch.

Es muss Bewegung in die Runde,

Vertrauter Klang tut Aufbruchskunde.

Uns Berni trillert in die Pfeife,

nun geht sie los, die wilde Reise.

Die Jacken aus, die Ärmel rauf,

so zieh’n wir auf den Platz hinauf.

 

Ein Bier muss her – da sind wir eins,

ganz sicher ist, umkommen wird keins!

Dann schnell ins Kettenkarussell,

das dreht sich wiedermal zu schnell.

Der Autoscooter bringt Verdruss,

weil manches Schienbein leiden muss.

Heut‘ geht es wieder Schlag auf Schlag,

der Irrsinn reißt noch lang nicht ab!

 

Jetzt geht es zur Wildwasserbahn,

das grenzt schon bald an Größenwahn.

Mit Mühe hoch, mit Macht herunter,

manch einer wird zu spät erst munter:

Denn, wer mit Torsten wagt die Fahrt,

dem bleibt das Vollbad nicht erspart.

Hemd aus der Buchs, klitschnass die Haut,

so spuckt uns dieses Monster aus.

 

Zum Trocknen geht’s in den Orient,

wo man uns Kamele kennt.

Kamelrennen – ein Mordsgekreische,

man könnte meinen, uns fehlt die Reife.

Die wilde Maus hält ihr Versprechen,

wer hier nicht aufpasst, der muss brechen.

Nach acht, neun Bier und drei, vier Schnäpsen,

woll‘n wir nun langsam nicht mehr hetzen.

 

Das Alphorn ruft, die Füße brennen,

ob die im Kuhstall uns noch kennen?

Mit letzter Kraft und lahmem Bein,

so fall‘n wir an der Tränke ein.

Sogleich hört man‘s aus Kehlen zischen,

uns König tanzt schon auf den Tischen.

Dann noch ein Moonwalk bei Applaus,

beim Brakedance flippt die Horde aus.

Wer jetzt die Hainhölzer nicht kennt,

der hat wahrlich die Welt verpennt.

 

Das Fass ist kühl, das Hellbier fließt,

der Günter wird zum Feierbiest.

Der Wirt vom Kuhstall schwitzt beim zapfen,

Helmut holt ne Runde Krapfen.

Die Meute trinkt, der König schwächelt,

bis er nur noch müde lächelt.

 

Am nächsten Tag blickt man zurücke,

im Gedächtnis manche Lücke.

Ihr seid ein affengeiler Haufen,

am besten kann man mit Euch s….n!

Was bleibt von solch‘ nem Tage nun,

wenn 30 Ochsen gleiches tun?

Der Tag war wieder megawitzig,
Erinnerung bleibt – und zwölf zweinsiebzig!
(Anm. d. Red.: Restgeld € im Portemonnaie)

 

Euer Carsten, der I. zum III.