Hummel Hummel - Morse Morse
am 03.09.2010 war es nach langen zwei Jahren mal wieder so weit. Die Damen gingen auf große Fahrt nach Hamburg.
Bereits mit einem Sektfrühstück in Hannovers Innenstadt stieg die Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende immer mehr und die Zeit bis zur Abreise wurde immer weniger.
Nachdem alle gestärkt waren, ging es ab in den alkoholfreien Metronom. Hierbei ist zu sagen, dass wir uns ausnahmslos an solche Verbote gehalten hätten, wenn unsere Taschen nicht so schwer und unhandlich gewesen wären. Nach einer somit entspannten Hinfahrt kamen wir um ca. 13.30 in Hamburg an.
Dort wartete bereits die Sylteranerin Martina sehnsüchtig auf uns.
Nachdem eine erneute Begrüßungsrunde vollbracht war, wurde erstmal ein Lokal ausfindig gemacht, da die Hinfahrt sich doch als sehr „trocken” erwies.
Einige Zeit später und nach 2 leckeren Erfrischungsgetränken fiel auch „das auf zwei Beinen stehen” nicht mehr schwer. Somit ging es strammen Schrittes und heißer Busfahrerkunst ins Hotel.
Ankommen, Zimmer verteilen, auspacken, umziehen, hübsch machen und so weiter, denn abends wartete bereits das Gröninger auf uns.
Das Gröninger ist eine kleine Privatbrauerei und der älteste Gasthof im Herzen der Hansestadt Hamburg.
Im Gröninger stand robuste Hausmannskost und Gröninger Pils, bei dem viele wohl sagen das Bier sei „noch nicht ganz fertig”, auf dem Programm.
Gegen 19.30 Uhr traf auch unsere Daniela im Gröninger ein, nachdem sie die Zugfahrt aufgrund ihrer Arbeitszeiten allein verbringen musste. Jedoch hat sie den Weg vom Hauptbahnhof, zum Hotel und vom Hotel zum Gröninger Dank eines „zu freundlichen” Taxifahrers erfolgreich gemeistert.
Weiterer Tagesordnungspunkt an diesem Abend war die „Alphanobel Icebar”, welche wir mit einer Taxikolonne gegen 21 Uhr erreichten.
„Nun erstmal umziehen.”
Wellensteinjacken, Handschuhe, Schal und wer wollte Mütze oder pinke Ohrenwärmer.
„Alle fertig. Ab in die Schleuse, auf direktem Weg zur Eisbar.”
Nach einem kurzen Schockmoment aufgrund der extrem kalten Luft schauten wir uns die geschnitzten Eisskulpturen etwas genauer an. Als unser Geburtstagskind Gune unter Anweisung
ihren eigenen Geburtstagsstern ins Eis schnitzen durfte, zog diese unser aller Aufmerksamkeit auf sich.
Als Abschlussschmankerl gab es für uns die große Auswahl an unzähligen Wodkasorten.
Von Pfirsich- bis Latte Machiatto Wodka war nichts unmöglich und somit wurde es auch schon etwas wärmer.
Einige Zeit später fiel jedoch das Atmen durch die kalte Luft nach und nach schwerer, daher entschlossen wir uns in der anliegenden und vor allem warmen Bar ein paar Cocktails zu schlürfen und den Abend so ausklingen zu lassen.
Wieder im Hotel angekommen hatte ein Großteil von uns, nach solch einem anstrengenden Tag, eine Therapiestunde bitter nötig. Egal ob Atmen mit Anne oder Gespräche mit Heike Brandes, es war für jeden das passende dabei.
„Aber erstmal Schlafsachen an und das Therapiezimmer aufsuchen”
Dieses erreichten wir nach einem mehr oder weniger langen Marsch durchs Hotel, hochmotiviert.
Dort angekommen wurden wir von einem ca. 5 m2 großen Raum und 18 Therapieteilnehmern begrüßt.
Ob auf dem Bett, auf der Kommode oder im Bad, es war für jeden Therapiebedürftigen ein Plätzchen frei.
Nachdem Astrid und Daniela von Anne in unserer Gruppe begrüßt, aufgenommen und in die Geflogenheiten eingewiesen wurden, atmeten und sprachen alle ihre Belastungen gemeinschaftlich von der Seele.
Hierbei mussten wir doch erschrocken feststellen, dass Gune seit Jahren falsch atmet.
„Weitere Details zu unseren Therapiestunden können hier leider vorerst nicht genauer aufgeführt werden.”
Am nächsten Morgen war die Nacht bereits früh zu Ende, denn nach dem leckeren Frühstück im Hotel machten wir uns gestärkt auf den Weg zum Hauptbahnhof.
Denn von dort aus stiegen wir gegen 11 Uhr in den roten Bus der blauen Linie, welcher mit uns viele Sehenswürdigkeiten Hamburgs anfuhr.
An einem kleinen Imbiss direkt an der Alster entschlossen wir uns, nach einigen Stunden Busfahrt, auszusteigen um etwas zu trinken und zu essen.
Dort eingetroffen wurde ein Flüstern und Tuscheln immer lauter – der Tisch, welchen wir mit unserer Gruppe besetzten wollten, war von Oliver Geißen und seiner Familie belegt –.
Diese suchten dann aber schnell das Weite und führten ihre Fahrradtour fort. Somit war nun auch endlich mehr Platz für uns.
Der Hunger und Durst war gerade gestillt, da stand auch schon der nächste rote Bus der blauen Linie an unserer Haltestelle. Nach einem kurzen Sprint haben wir diesen jedoch alle unbeschadet erreicht und fuhren nun wieder zurück zum Hauptbahnhof, um dort im Anschluss die Stadt zu erkunden.
Ein Teil ging shoppen, ein Teil ging zur Erholung und Entspannung in Cafes und andere begaben sich auf eine Sightseeing-Tour.
Gegen 18 Uhr trafen alle, wie vereinbart, im Hotel wieder ein. Umziehen und frisch machen stand auf dem Plan, denn um 19 Uhr ging es ab auf die Reeperbahn in das „Hamborger Veermaster” zum deftigen Schmaus, wie Schnitzel und Labskaus.
Unterhaltung boten uns hier unter anderem Dagmar und der Kapitän. Zu traditioneller Musik vom Kapitän tanzte Dagmar sexy und anrüchig, auch wenn sie ganz und gar nicht danach aussah
– Mittsechziger Jahre, 70er Jahre Frisur und Alleinstehend –.
„Videos hierzu kann man sich auf Anfrage bei der Damenabteilung gerne anschauen.”
Gegen späten Abend inspizierte ein kleiner Teil von uns die Reeperbahn, während andere in einer urigen Hamburger Eckkneipe roten Persico genossen.
Noch später im Hotel wieder angekommen erfolgte eine neue Therapiestunde im erneut prall gefüllten Zimmer.
„Weitere Details werden an dieser Stelle leider erneut nicht bekannt geben – Sitzungsgeheimnis.”
Nach einer mehr oder weniger langen Nacht tauchten alle mehr oder weniger frisch beim letzten gemeinsamen Frühstück auf.
Mit Koffern im Schlepptau fuhren wir zum Hauptbahnhof um dort unsere Koffer zu deponieren, denn so konnten wir die folgende Hafenrundfahrt entspannt genießen. Hier erfuhren wir, während wir uns in der Sonne von dem Wochenende erholten, erneut viel über die Stadt Hamburg.
Beim Mittagessen in einem Hafenrestaurant ließen wir diese ganzen Infos sacken und machten uns startklar für die bevorstehende Rückreise.
Am Hauptbahnhof angekommen erlebten wir dort den großen Schock. Viele Züge fielen aus und unser Zug fuhr erst ab Hamburg-Harburg aufgrund eines Böschungsbrandes.
Da wir unseren Anschlusszug in Buchholz (Nordheide) bekommen mussten, sprinteten wir zum nächsten Taxistand und rasten von dort erneut in einer Taxikolonne zum Bahnhof in Harburg.
Wieder ein Schock am Bahnhof in Harburg – nur noch eine Minute bis zur Abfahrt!!!!
Nach einem erneuten Sprint erreichten wir unseren Zug, welcher natürlich nicht auf dem ersten Gleis stand, sekundengenau.
Und warum?!?!
Um eine Stunde im Zug auf den Zugführer zu warten, da dieser wegen des Böschungsbrandes feststeckte!!!!!
Aber während dessen gesellte sich ein netter junger Mann in unser Frauenabteil, welcher im vorbeigehen Witze über Frauenober- und Unterbekleidung machte und ganz beiläufig fragte, ob er die moderne Cybertoilette (die elektrischen Türen hatten es ihm hier wohl angetan) benutzen dürfe.
Wir aßen gerade den leckeren Nusskuchen von Marlies, als sich die Toilettentür öffnete und der junge Mann erleichtert grinsend das Weite suchte.
Den Grund hierfür erfuhren wir beim nächsten Atemzug!!!
Nachdem sich die Luft verbessert hatte, traf auch unser Zugpersonal ein und ab ging es nach Buchholz.
Bei unserem Glück – Anschlusszug Richtung Hannover verpasst, 1 ½ Stunden Wartezeit!
Somit hatten wir nun genug Zeit unser Picknick auf dem Bahnsteig auszubreiten und unsere Taschen von den schweren Lasten zu befreien.
Letztlich kam der Zug dann doch gegen 18 Uhr und brachte uns, mit Halt an jeder Milchkanne, immer weiter Richtung Hannover.
Während dessen bastelten wir uns ein Raucherabteil, tranken Campari mit Orangensaft und erleichterten auch die letzte Tasche von der schweren Last der Schnäpse, schrieben Stichpunkte für diesen Damenbericht und trafen schließlich gegen 21.30 Uhr mit bester Laune in Hannover ein, wo wir freudig von unseren Männern empfangen wurden.Trotz der bereits im Zug festgehaltenen Stichpunkte konnten wir nicht über alle spannenden, lustigen und informativen Dinge berichten.
Dennoch ging so in der Art wieder eine Damenfahrt zu Ende.
Liebe Grüße
Daniela und Melanie